Pfarrkirche St. Andrä

 

Geschichte von St. Andrä

 

Patrozinium am 30. November

Schon im 5. Jhdt. stand auf dem Pfarrbichl, nördlich von Lienz, eine frühchristliche Kirche.

1204 weihte der Bischof von Pola eine romanische Kirche ein.

Sie war einschiffig, mit Fresken geschmückt und wahrscheinlich mit einer Flachdecke

versehen. Von diesem Gotteshaus stammen die zwei Portallöwen, die heute noch beim

Haupttor stehen.

1430 begann die Görzer Bauhütte, im Auftrag des in Lienz residierenden Görzer

Grafengeschlechts, mit dem großzügigen Umbau zu einer dreischiffigen gotischen Basilika.

Auch sie wurde mit Fresken geschmückt und erhielt unter dem Chor eine Krypta.

Der Innsbrucker Bildhauer C. Geiger schuf aus dunkelrotem Marmor die Grabplatten für

den letzten Görzer Grafen Leonhard II. (12. April 1500) und für Michael von Wolkenstein-

Rodenegg und dessen Gemahlin Barbara von Thun.

1737 zerstörte ein Blitz Turm und Kirchendach. Der Altarraum wurde nun barockisiert.

Der Hauptaltar ist der prunkvollste Barockaltar Osttirols. Seine heutige neugotische Form

erhielt der Turm nach der Umgestaltung des oberen Teils im Zeitraum 1907/09.

Ende 1949 konnte, nach dessen „Einziehung“ im Zweiten Weltkrieg,

wieder ein neues Geläut, bestehend aus sieben Glocken, angeschafft und geweiht werden.

Im 19. Jhdt. wurde die Kircheneinrichtung (Bänke, Kanzel, Taufstein, Fenster) regotisiert

und erhielt bei der letzten Renovierung von 1967 bis 1969 ihr heutiges Aussehen.