St. Nikolauskirche - Thurn

 

Die Kirche wurde im 12. Jahrhundert gebaut und ist dem Hl. Nikolaus geweiht.

Eine Urkunde, datiert mit 1308, am 28. April, bestätigt, dass in Thurn eine romanische

Nikolauskirche (Kapelle) existiert.

 

Gut 100 Jahre später wurde der Erweiterungsbau eingeweiht.

Die St. Nikolauskirche erfährt in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts die Barockisierung

und den Einbau der Empore sowie den Bau der Vorhalle. Um 1759 wird sie noch durch die

spätbarocken Seitenaltäre bereichert. Die Heiligen unter sich und mit dem Kirchenvolk

kommunizieren zu lassen, war ein Auftrag von Dekan Nikolaus von Hildprandt an den

Künstler J. Patterer.

 

1840 ist die hölzerne Nikolausstatue den Thurnern nicht mehr schön genug und der

Kunstmaler Waginger bekommt den Auftrag, ein Altarblatt mit einem farbenfrohen Nikolaus

zu malen. Der Hölzerne hat ausgedient und kommt an die Außenwand der Stanis Mühle.

Er hat aber nochmals Glück und kehrt, von Restaurator Schweninger in Seefeld saniert,

1972 an seinen ehemaligen Standplatz am Hochaltar zurück.

 

Mit der Installation der Fatimawallfahrt im Kriegsjahr 1943 durch Kooperator Haussteiner

in St. Andrä wird Thurn St. Nikolaus als Wallfahrtsort bekannt. 1974-1976 war die letzte

gründliche Restaurierung.

Die Segnung durch den Diözesanbischof Paul Rusch fand am 26. Juni 1976 statt.