Anfang der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde das Vorhaben, zum Gedenken an die Gefallenen im Ersten Weltkrieg ein Denkmal zu errichten, konkret. Das Kriegerdenkmal wurde in Form einer Kapelle im Norden der Arkaden, anstelle des nördlichen Einganges gebaut. Diese waren von Architekt Clemens Holzmeister in dem ihm eigenen prägnanten und formal perfekten Stil erneuert worden.
Das Programm der Kriegergedächtniskapelle wurde als solches erst dort und nach Aufgabe des ersten Entwurfes entwickelt, indem auf bereits existierende Ideen Eggers zurückgegriffen wurde. In der Lienzer Kriegergedächtniskapelle befinden sich die einzigen Fresken, die Egger – Lienz jemals gemalt hat. Umso freudiger begrüßte der Künstler die Möglichkeit des Ringens um die Verwirklichung seiner Vorstellung von monumentaler Bildform das ihr, wie kein anderes, gemäße technische Medium der Freskomalerein zu verwenden.
Nach dem Wunsch Albin Eggers wurden seine sterblichen Überreste in dieser Kriegerkapelle, in der er wohl sein Hauptwerk sah, beigesetzt.