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Predigt Was würde der Hl. Andreas heute zu sagen? 30. November 2025

Lesung: Römerbrief 10,9-18; Evangelium: Matthäus 4,18-22

 

Hier in Lienz und Umgebung tragen viele den schönen Namen Andreas oder Andrea. Oft ist es auch ein Ausdruck der engen Verbindung zu unserer Pfarre St. Andrä. Ich habe in den letzten Tagen einige mit dem Namen Andreas und Andrea gefragt: „Was gefällt dir am Hl. Andreas?“ „Was würde der Hl. Andreas heute zu uns sagen.“ Viele haben mir dazu eine kurze Antwort gegeben bzw. geschrieben. So möchte ich einige Antworten herausgreifen und sie mit den Bibelworten in Verbindung bringen:

 

Freundschaft mit Jesus

Am Hl. Andreas gefällt mir am besten, dass er so viele Menschen zu Jesus geführt hat und er der erste Jünger war, der Jesus getroffen hat. Sein Mut ist mir ein großes Vorbild. Seinen Namen trage ich mit Freude und Ehre.

Ich bewundere meinen Namenspatron für seinen Glauben an Jesus und seinen Mut, alles liegen und stehen zu lassen, um ihm als erster mit seinem Bruder nachzufolgen. Was er mir damit sagt: Habe Mut, am Glauben festzuhalten und geh deinen Weg mit Gottvertrauen.

 

Wir haben es im Evangelium gehört: Andreas gehört zu den engen Freunden von Jesus. Als Apostel durfte er einiges hautnah miterleben. So sagen zwei Männer mit dem Namen Andreas im Blick auf ihren Namenspatron:  

Andreas war beim historischen Ereignis „das letzte Abendmahl“ dabei.

Er war bei der Brotvermehrung von Jesus dabei. Jesus vermehrte 5 Brote und 2 Fische mit einem Dankesgebet und über tausend Menschen wurden satt. Andreas unterstützte Jesus.

 

Ich bin zutiefst überzeugt: Christsein und ein engagiertes Leben heißt mehr denn je, die Freundschaft mit Jesus suchen und pflegen.

 

Bescheidenheit und Teamplayer

Mein Papa heißt Andreas, ich Andrea. Ist dieser Name etwas Besonderes? In der Bibel wird der Apostel Andreas seltener erwähnt als andere. War Andreas weniger beeindruckend, weniger laut? Seine Rolle in der Nähe von Jesus war vielleicht deshalb genauso wie er war richtig und wichtig. Das zeichnet ihn aus.

Der heilige Andreas, einer der zwölf Apostel und Bruder des Petrus, war bekannt für seine Demut, seinen Glauben und sein Engagement, andere zu Jesus zu führen, so wie er es auch mit seinem Bruder gemacht hat. Der Heilige Andreas erinnert uns heute daran: *Glaube zu leben und weiterzugeben* *Offenheit für neue Wege* *Brücken zubauen* Er würde uns heute wohl zu Dialog, Versöhnung und Gemeinschaft auffordern.

 

Hier spricht eine Bibelkennerin. Ja, der Apostel Andreas wird in der Bibel nicht so oft genannt, sein Bruder Petrus kommt viel öfter vor. Petrus ist der Mann der ersten Reihe, Andreas bleibt lieber in der zweiten Reihe und im Hintergrund.

Andreas ist ein Teamplayer. Er arbeitet anderen zu und vermittelt viel. Kein Wunder, dass Menschen zu ihm kommen, damit er den Kontakt zu Jesus herstellt.

 

Ich bin zutiefst überzeugt: Christsein und ein engagiertes Leben heißt mehr denn je, Teamplayer zu sein und überzeugt, aber bescheiden zu reden und zu leben.

 

Mut und bewusste Entscheidung

Ich bringe den Apostel Andreas mit Mut und Tapferkeit in Verbindung. Seine Geschichte ermutigt dazu, vertraute Situationen aufzubrechen und mit Mut und Zuversicht offen neue Wege zu gehen.

Der Hl. Andreas erinnert uns daran, mutig und vertrauensvoll neue Wege zu gehen, auch wenn sie uns zunächst unbekannt erscheinen.

 

Die Berufung der Apostel, wie sie in der Bibel beschrieben wird, kommt uns sehr schnell vor. Da kommt ein Unbekannter vorbei, spricht Menschen an und diese verlassen alles und folgen Jesus. Würdest du das auch tun?

 

Ich bin zutiefst überzeugt: Christsein und ein engagiertes Leben benötigt Mut und bewusste Entscheidungen. Wir leben heute in einer Zeit, in der es schwierig ist, Entscheidungen zu treffen und zu diesen zu stehen.

 

Martyrium und Heiliger

Ich schätze am heiligen Andreas seinen Mut sowie seine Kunst, Leute zu verbinden; … möchte jedoch nicht so enden wie er.

Mir gefällt am Hl. Andreas, dass wir zu seinen Ehren immer eine schöne Hl. Messe in St. Andrä feiern.

 

Der heilige Andreas stirbt als Märtyrer. Der Tradition wird Andreas in Patras am Nordufer des Pelepones in Griechenland gekreuzigt, sein Kreuz hatte die Form eines X. Das Andreaskreuz wird nach ihm benannt.

 

Für viele Unvorstellbar: Noch nie gab es so viele Christenverfolgungen wie heute. Ursache sind extremer Dschihadismus – also in Afrika und arabischen Staaten und autoritäre Regime in Asien und Südamerika.

 

Ich bin zutiefst überzeugt: Christsein und ein engagiertes Leben bekommen auch bei uns nicht zu Applaus, sondern ernten auch Spott und Ablehnung. Auch deswegen sind Leute wie der Hl. Andreas so wichtig und die Tatsache, dass wir ihn als Patron für unsere Stadt Lienz und unsere Pfarre St. Andrä feiern dürfen.

Details
  • Date: 29. November 2025
  • Preacher:
  • Passage: Matthäus 4,18-22